[ Futterumstellung bei Katzen ]

Jeder Züchter hat so seine „Futterphilosophie“ . . .
die Einen – meist kleinen Züchter – also Liebhaber, die gelegentlich einen Wurf haben und ihre Miezen nach „Strich und Faden“ verziehen, futtern „nur das Beste vom Besten“.
Ein Großteil der Züchter, meist jene, die aktiv in den Vereinen zu Gange sind, seit 10 Jahren aufwärts züchten – also nicht gelegentlich einen Wurf haben, sondern ein Zuchtziel verfolgen, an der Rasse „arbeiten“ und 4-5 Würfe im Jahr haben (oder mehr) haben meist einen sehr praktischen Ansatz – weil sie eben wegen der hohen Anzahl eigener Katzen und wegen der vielen Würfe auch eine besondere Erfahrung haben: sie füttern a) große Gebinde (800g Dosen) und Futter, das man im Tiergroßmarkt bekommt und einen „vernünftigen“ Preis hat. Der Gedanke dabei ist rein praktischer Natur: Wenn die Kitten abgegeben werden und später, soll die Fütterung beim Liebhaber keine allzu große Probleme machen.
Der Haken, bei dem ganzen „Futtergedöns“ ist nämlich, daß die Kitten durch die Futtergabe beim Züchter weitgehend geprägt (!) werden. Es gibt Züchter, die füttern mit all dem, was es beim Rewe. Lidl, Aldi, Tengelmann, Zooplus – also auch um die Ecke gibt, a) weil’s beim Tiermarkt auch preisgünstig ist und b) weil eben in den meisten Fällen der „Kunde“, also Kittenliebhaber und spätere Katzenhalter ja auch um die Ecke beim Rewe, Lidl, Aldi, Zooplus u.s.w. einkauft.
Hat also alles so seine praktische Seite – gut oder schlecht.
Wenn ein kleiner Züchter seine „verzogenen Racker“ verkauft, gibt’s oft ein Problem, weil eben nicht jeder Käufer den Edeltiermarkt um die Ecke hat und vielleicht es nicht so mit dem Online Kaufen hat . . . und nicht unbedingt das Dreifache bezahlen will, nur weil Mieze beim „Züchter“ verzogen wurde.
Die meisten Kitten-/Katzenliebhaber möchten aber „das Allerbeste“ für ihre Kleinen . . . nun läuft das Problem andersherum: sie sind „normales“ Futter gewöhnt – und eine Umstellung auf „Edelfutter“ wird enorm schwierig – alles selbst erlebt (und schlußendlich fast aufgegeben).
Wenn man bei einem Züchter kauft, der ausschließlich Trockenfutter gibt . . . gratuliere! dann wird’s in der Regel wirklich gaaanz schwierig . . . . mit der  Futterumstellung.
Haben Sie sich entschieden, die Futterempfehlungen des Züchters, also das bisher gewohnte Futter weiterhin zu füttern steht keine Futterumstellung an. Ist die Futterumstellung geplant, sollte die Futterumstellung langsam und mit Bedacht umgesetzt werden. Das ist natürlich bei „Allesfresser“ alles keine Thema – bei Katzen, die alles fressen und nicht mäkeln, da muß man nur darauf achten, daß man sachte umstellt – bis die Verdauung „schöne“ feste „Knödel“ erzeugt, weil bei jeder Katze die Futterumstellung eine Anpassung der Verdauung erfordert. In der Natur kennt die Katze nur zwei Futtervariationen: Maus & Vogel. Da gibt’s keinen „Futterwechsel“ – die Verdauung einer Katze ist deshalb nicht so flexibel.
Also . . . hier geht es um die „Spezialisten“ . . . Mäkelkatzen . . . die verzogenen Racker!
Bis man seine Katze vollständig mit dem neuen Futter ernähren kann, sollte mindestens 7 Tage lang das Futter langsam umgestellt werden . . . . hört man oft – ab hier bitte weiter träumen . . . . in 7 Tage funktioniert das ganz sicher nicht!
Futterumstellung funktioniert so oder so bei geprägten Katzen nur in den wenigsten Fällen, wenn man nicht hart bleibt – da haben schon Profis aufgegeben.
Befolgt man einige Dinge nicht und setzt seinem felligen Mitbewohner einfach neues Futter hin, sind die Folge oft starker Durchfall oder wird teilweise mit Erbrechen „quittiert“ – oder schlimmer.

Umstellung auf ein anderes Futter – Strategie #1

Möchten Sie Ihren Stubentiger auf ein anderes als das bisher gefütterte Futter umstellen wollen, ist es sehr wichtig, dass das Tier anfangs nur sehr wenig des neuen Futters bekommt.
Schon der Ortswechsel alleine, in Verbindung mit Futterwechsel führt fast immer zu Durchfall oder Dünnschiss. Ist so. Um den Verdauungsapparat der Katze langsam an das neue Futter zu gewöhnen sollten Sie anfangs nur einen Teelöffel von dem neuen Futter unter das gewohnte Futter mischen und das bei jeder Fütterung steigern – langsam steigern. Das funktioniert natürlich nur bei „Mixturen“, die ein gleiches Geschmacksbild haben. Wenn die Katze “mitspielt”, kann man schneller erhöhen und umsteigen. Mieze bestimmt das Tempo.
Wir kennen das aus unserem täglichen Leben: „wer hat mit dem Zwiebelmesser die Erdbeeren geschnibbelt?“ . . . das ist dann bei den Katzen nicht anders!
Also, z.B. kein Futter mit Fisch mit dem Hühnchen-Dingens mischen . . . gleiche Mixturen verwenden!
Auch auf den Geruch achten. Sollte einigermaßen gleich oder weniger riechen, da bei Katze/Kater, alles was zum Thema Futter gehört, über den Geruch geht. Der Geschmack ist da eher Nebensache – die Gewöhnung macht’s.
Jeden dritten Tag steigern Sie die Menge um einen weiteren Teelöffel pro Mahlzeit, im Gegenzug lassen Sie die gleiche Menge Futter bei dem gewohnten Futter weg. Nach 5-6 Wochen ist die Umstellung komplett und im Napf ist nur noch das neue Futter zu finden. Bitte achten Sie darauf, dass die Umstellung in 10 Tagen nicht durchgeht – Katzen sind Futterspezialisten, und clever. Wenn die wissen, daß „altes“ Futter im Haus ist, wird’s so oder so schwierig – sind ja clever.
Gelingt die Umstellung, dann sollte es eigentlich auch keine Verdauungsprobleme geben.
Wenn man sechs . . . sieben Katzen/Kater aus vier verschieden Cateries hat . . . und alle Cateries eine unterschiedliche „Fütterungsstrategie“ hatten . . . . ja! dann wird’s schwierig. Wenn Trockenfutter im Spiel war: doppelt schwierig.
Eines vorne weg: Es gibt die Ansicht: „eine gesunde Katze ist noch nie vor keinem vollen Napf verhungert“. Das stimmt. ABER! Eine gesunde Katze ist vor einem vollen Napf auch schon krank geworden, wenn sie das Futter ablehnt. ALSO! niemals Katze/Kater hungern lassen. 1 bis 2 Tage ja . . . niemals länger!!
Der Stoffwechsel einer Katze ist sehr kompliziert. Drei Tage hungern können da schon viel Ärger verursachen. Wenn die Katze bereits eine CNI (Nierenunterfunktion) hat oder auf den Weg dorthin ist (was man oft nicht weiß, wenn’s Blutbild nicht regelmäßig kontrolliert ist), dann kann man in drei Tagen mit der „Futterumstellung“ (also hungern lassen) auch schon gleich die Leber mit ruinieren (!). Also, mein Rat: vor der Futterumstellung ein geriatrisches Profil (Blutbild) beim Tierarzt erstellen lassen . . . kostet weniger, als Alles was später kommt und kostet weniger, als das viele Futter, das man im Rahmen der Futterumstellung so oder so noch in den Müll kippen wird (versprochen!).

 Umstellung auf ein anderes Futter – Strategie #2

Also, wenn man mehrere Katzen/Kater aus verschieden Cateries hat und die eine unterschiedliche „Fütterungsstrategie“ hatten, funktioniert das mit der “Häppchenmethode” nicht. Oft verweigern die Miezen das neue Futter nicht, weil es ihnen nicht schmeckt – nein, ganz profan: sie kennen es nicht! Katzen haben, genetisch programmiert Neophobie, d.h. sie hassen alles Neue! Das ist genetisch geprägt. Diese Neophobie muß man nun überlisten – mit Geduld, Geduld, Geduld. Manche Katzen verweigern das Futter eine Zeitlang, wenn nur die Möbel umgestellt werden . . .
Aus eigener Erfahrung: meine Schweizer, z.B. waren futtertechnisch auf das „normale“ Futter, z.B. Felix und Trockenfutter geprägt. Sie fressen noch heute kein Fleisch, kein Rinderhack, kein Fisch, keine Scampi, keine Jacobsmuschel – aber Käse! (Weichkäse, lustig). Andere Catery: Merlin wurde verrückt für Fleisch, rohen Fisch, Scampi, Jacobsmuscheln, weil dessen Züchterin Rohfleisch, Kücken und Nassfutter gefüttert hat (unter Anderem . . . der war sowas von verzogen!). 3. Kater: Myshkin war auch auf das „normale“ Futter, z.B. Felix, Bozitta, Sheba u.s.w. und Trockenfutter geprägt – und: Hühnerkrägen. Das mußten wir umstellen, weil er eine Darm-Invagination hatte und die Hühnerkrägen eine zu große Belastung für den Darm waren.
Nach dem Tod von Merlin habe ich 6 Wochen gebraucht um alle umzustellen, umstellen auf hochwertiges Futter. Umstellung war vorher nicht möglich, weil Merlin unter keinen Umständen eben mal drei Tage hungern durfte – wegen seiner CNI (Nierenunterfunktion – Stadium 3 von 4)
Hochwertiges Futter heißt: mind. 55%, besser 65% Fleisch – Fleisch mit Lebensmittelqualität! keine Schlachtabfälle, keine geschredderten Küken,keine Rinderhaut und Fellreste u.s.w. plus Soja, Mais und Getreide + Duftstoffe, damit die Katzen das überhaupt fressen.
Ich würde z.B. folgende Futtersorten empfehlen (damit macht man nix verkehrt):
1.) Leonardo Kaninchen (200g Dose – trotzdem, siehe Text später)
2.) MAC’S Geflügel & Cranberry (200g Dose)
3.) MAC’S Kaninchen & Geflügel (100g Tüte)
4.) Carny Animonda Pute & Kaninchen (200g Dose)
5.) GRAU Schlemmertöpfchen Pute m- Vollkornreis (200g Dose)
6.) Carny Animonda Multi-Fleischcoctail (200g Dose)
7.) Carny Animonda Pute & Shrimps (200g Dose)
(nur mal so eine Auswahl – es gibt auch anderes gutes Futter). Mit dem guten Futter stinken die Miezen auch nicht mehr so beim Stuhlgang, wie mit dem Felix/Wiskas/Sheba Zeug. Weil die Nährstoffe bei diesen Futter stimmen, Taurin u.s.w. die darin enthalten sind, macht suuuper Fell.
Umstellung auf ein anderes Futter – Strategie #2 – Wie geht’s? ganz einfach: mit Gewalt . . . (Achtung – Satire!).
Vorher muß man sich bereits für ein Nassfutter entschieden haben, das Aussicht hat, angenommen zu werden. Wenn man mehrere Katzen hat, von denen eine schon dieses Futter annimmt, dann wäre es das. Durch den Gruppendruck erleichtert das vieles – wenn der Andere es frisst, kann’s nicht so schlecht sein.
Methode: Es sollte grundsätzlich möglich sein, daß sich Katze/Kater mit dem Rücken auf die angewinkelten Oberschenkel legen und den Bauch kraulen läßt. Viele Katzen kennen das nicht und lassen es sich nicht gefallen. Ich „trainiere“ das schon mit den Kitten von Anfang an, auch weil sich spätere Medikamentierung besser machen läßt. In dieser Stellung verabreiche ich auch mit einer Pipette regelmäßig „gute Wässerchen“, also homöopathische Mixturen oder schon mal Reconvales, wenn einer „durchhängt“. Die händische Futtergabe sollte aber vorher einem vom Tierarzt gezeigt werden.
Beim Tierarzt ist die Gabe von Medikamenten gegen den Widerstand der Tiere Tagesgeschäft . . . der kann einem zeigen, wie es geht. Und – jetzt im Ernst – es funktioniert alles absolut gewaltfrei (!!). Sanfter Druck genügt 🙂
Wenn Katze/Kater absolutes Vertrauen hat und solches Handling zuläßt, dann funktioniert diese Methode. Das muß Alles absolut ohne Kraft, Gewalt oder Festhalten ablaufen. Wenn sich Katze/Kater wehrt: abbrechen . . . dann geht das so nicht! Mit dem Nackengriff, das muß genügen – das kennt die Katz’ aus der Kindheit und weiß, daß das nun so eine Erziehungsmaßnahme ist. Man kann das sowieso nur wiederholen, wenn die Mieze einem nicht beleidigt ist. Denn dann wird sie sich mit den Krallen wehren und dann war’s das, mit der Methode. Also: ohne Kraft, ohne Gewalt, ohne Festhalten!

Katzen sind also neophob veranlagt, d.h. man muß sie durch neues Erlernen überlisten – sie müssen lernen: Das neue Futter ist OK – kein Gift, kein Zeug, das einen den „Magen umdreht“. Davon abgesehen: Futterumstellung funktioniert so oder so nur, wenn die Verdauung mitmacht. Katze/Kater kann das sehr wohl einstufen, ob der Durchfall vom Futter kommt. Wenn’s davon kommt . . . wird’s nix mit der Futterumstellung (der Schutzmechanismus Neophobie schlägt dann zu . . .).
Wichtig! Futterumstellung – Strategie #1 anwenden, bevor auf Futterumstellung – Strategie #2 (!!!) angewandt wird.
Also. alte Hose anziehen . . . auf den Boden setzen . . . beide Beine angewinkelt . . . Katze/Kater mit dem Rücken auf die Oberschenkel (ca. 60° angewinkelt! nicht liegend! wie auf dem Foto oben), Katze/Kater am Genick packen (packen! nicht nur halten). Wenn man Katze/Kater im Genick richtig packt und das Fell zusammenzieht, machen sie fast von alleine die Schnautze auf – spätestens wenn man mit der rechten Hand das Futter in kleinen Portionen reindrückt – einfach hinter die Backen Futter reinschieben . . . und mit dem Handrücken die Klappe hochdrücken. Nun Nackengriff entspannen – und sie schlucken automatisch runter. siehe Bilder.
Hinweis: vorher mit einem Tierarzt trainieren! wenn man es richtig macht, ist’s easy going. Wenn man es falsch macht, geht mehr schief . . . !! nicht nur die Futterumstellung.
Es funktioniert auch: Katze mit allen vier Pfoten auf dem Tisch stehend – aber dann eher nur mit Assistenz einer 2. Person.
Methode Futterumstellung – Strategie #2 funktioniert ganz sicher. Bei zwei von vier Katzen hat’s innerhalb von 3-4 Tagen funktioniert. Vorher 1-2 Tage „hungern“ lassen – also neues Futter hinstellen, was sie aber nicht fressen werden – oder vielleicht mal 1-2 Bissen (dann hätte man eh’ schon gewonnen!). Dann halt hinsetzen . . . Futter reinschieben . . . sie lernen dann aus Erfahrung: Futter = OK, Verdauung = OK, schmeckt auch nicht sooooo schlecht . . . Der Geschmack ist sowieso nicht das Kriterium. Katzen fressen ein Futter, weil sie eine bestimmte Erfahrung damit verbinden.
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Bei meinen beiden Schweizer’n hat’s 5-6 Wochen gedauert . . . nicht jeden Tag! so alle 3-4 Tage das neue Futter reinschieben, bis sie kapiert haben: das Zeug schmeckt auch . . . 
Ruhig immer so pro Tagesration 55g . . . 80g Naßfutter reinschieben. Die sollen davon schon satt werden. Nach dem 3. oder 4. Happen geht’s sowieso fast von alleine. Ich muß dazu sagen: weil alle meine Miezen Trockenfutter-Junkies waren/sind . . . Sie bekommen sie jeden Tag gutes Trockenfutter (z.B. von Leonardo)  – aber nur als „Night-Cup“. Eine kleine Portion, es geht also keine Katze „hungrig ins Bett“.
Wichtig! Futtercelebration (also Handfüttern) täglich um die selbe Zeit (!) Katzen lieben das Regelmäßige – nix ändern! nicht mal die Zeit . . . großer Zeitabstand zum „Night-Cup“. Sonst warten die Kerle die Zeit eben ab . . . und wehren sich entsprechend. Wenn’s länger dauert . . . wie bei meinen beiden Schweizer’n – die haben sich so an die Zwangsfuttermethode gewöhnt, daß ich schon geglaubt habe, das ist jetzt eine neue Macke von denen . . . Die saßen vor dem Futternapf, wartend, so daß ich die nur noch auf den Schoß nehmen mußte und Futter reinschieben. Warum die, verdammt nochmal 🙂 nicht selber gefuttert haben . . . ? also: dranbleiben. Wenn die Ablehung des neuen Futters überwunden ist, dann fressen sie irgendwann ganz normal, ganz von alleine. Noch ein Tip: wenn was daneben geht oder die Mieze durch die Zähne was heraus drückt – einfach an den Backen ins Fell schmieren. Vorteil: die Katze wird das Fell fein säuberlich putzen, jedes Krümelchen – und dabei lernen: schmeckt doch nicht so schlecht . . . UND! anschließend Leckerlies geben – „Dreikäsehoch“ von Felix oder die Knackies von Wiskas als Belohnung dafür, daß sie sich das gefallen lassen.

Jetzt kommt’s:

Ein 3/4 Jahr nach der Futterumstellung – in dem Fall auf Leonardo Kaninchen, 200g Dose (interessant: die 400g Dose wurde weiterhin abgelehnt . . . ), nachdem also alles easy going funktioniert hat, haben diese ****** von Leonardo (sorry! ich kann das nicht anders nennen . . . ) die Rezeptur vom Futter geändert! – komplett neue Rezeptur, nun ein dünner Batz, der stinkt, wie ein Haufen Pferdemist . . . Futterumstellung – alles umsonst!
Jetzt die ganze Ochsentour nochmal . . . nun mit Carny Animonda Multi-Fleischcoctail und Carny Animonda Pute & Shrimps, MAC’S Geflügel & Cranberry u.s.w.
Umstellung von Trockenfutter auf Nassfutter
Wenn Trockenfutter im Spiel war: doppelt problematisch. Stammt Katze/Kater aus einem Haushalt, in dem es sich nur oder fast nur von Trockenfutter ernährt hat und Sie möchten Ihr Tier nun auf Nassfutter umstellen oder zumindest auch Nassfutter zu einem festen Bestandteil der Nahrung machen? Kluge Entscheidung!
Ich kenne einen Kater, der stammt aus einer Catery, die noch nie einen Kater mit mehr als 8,5kg hervorgebracht hat (und nur Nassfutter geben). Der Kater nun, hat 11,5kg und wird als „Super Maine Coon“ gepriesen. Der ist nur fett! sowas von fett, daß einem das Tier leid tun kann (alt wird der sowieso nicht).
Also, natürlich kann man gutes Trockenfutter als Guttie oder „Night-Cup“ zugeben. Zugeben! Trockenfutter als Alleinfutter ist definitiv ungesund, weil das die Nieren auf Dauer nicht mitmachen.
Zwei Drittel der Proteine als Naßfutter, ein Drittel Trockenfutter . . . ich denke das ist OK.
Den „fundamentalistisch“ geführten Kampf gegen Trockenfutter finde ich auch übertrieben . . . ist wie mit Arsen . . . die Menge macht’s. Man kann sich selbst ja auch mit Bio-Kartoffeln umbringen . . . man muß nur die Dosis entsprechend erhöhen!
Auch hier ist es wieder wichtig, dem Tier und auch der Verdauung Zeit zu geben. Fakt ist, dass die Umstellung von Trockenfutter auf Nassfutter extrem schwierig ist. Im Trockenfutter sind Konservierungsmittel, Geschmacksverstärker, Lockstoffe und andere Dinge enthalten, die Katze/Kater magisch anziehen, plötzlich ein Nassfutter vor der Nase zu haben, was diese Eigenschaften nicht mehr hat führt bei vielen Tieren zur Verweigerung des Futters.
Hier heißt es nun hart und konsequent bleiben. Wegen der Schwierigkeit dieser Umstellung ist es unabdingbar, feste Fütterungszeiten einzuführen.
Legen Sie 2-3 (je nach Alter) feste Zeiten am Tag fest, zu der Sie die Katze füttern.
Meine Miezen bekommen ja auch Leckerlies . . . „Dreikäsehoch“ von Felix oder die Knackies von Wiskas. Sie dürfen ja in den gesicherten Garten. Wie bekomme ich die abends ins Haus? Einmal, zweimal mit der Dose schütteln: daramm, daramm, daramm und schon sind alle Sieben im Haus. Das wird jeden Tag so zelebriert . . . Katzen lieben die Routine – nix ändern!
Beginnen Sie, wie bei der Umstellung auf ein anderes Futter damit, dem Tier sein gewohntes Trockenfutter nur noch als „Night-Cup“ anzubieten – in einer kleinen Menge.
Einen Teelöffel des gewünschten Nassfutters unter das Trockenfutter mischen, wird nicht funktionieren . . . . eher umgekehrt!
Starten sie mit den Leckerlies:
Nassfutter hinstellen und Leckerlies drüberbröseln oder in die Masse reindrücken. Katze/Kater wird versuchen die Leckerlies „rauszufischen“ und dabei automatisch Nassfutter „mitnehmen“ – und lernen, daß Geruch und Geschmack kein NoGo sind. Sie gewöhnen sich an den Geruch – zumal bei Katze/Kater, alles was zum Thema Futter gehört, über den Geruch geht. Ich habe eine Zeitlang das geliebte Royal Canin TF im Mörser zerbröselt und übers Naßfutter gestreut – nur oben drauf, als “Duftspender”.
Hat sich Katze/Kater an den Geruch gewöhnt . . . dann hat man gewonnen.
Lassen Sie den Napf so lange stehen, bis Katze/Kater sich „satt” gefuttert hat. Natürlich ist Mieze von 2-3 Bissen nicht satt. Dann nehmen Sie den Napf vollständig weg. Die Katze sollte bis zur nächsten Futterzeit keine Möglichkeit haben, zu essen – sie soll kein Futter riechen! Das verdirbt den Appetit. Ein Bild dazu: sie sitzen auf der Terrasse und der Nachbar wirft ein Steak auf den Grill . . . Bingo! So muß sich ein Hai fühlen, wenn man Blut ins Wasser kippt . . . das ist die Methode.
Bei der nächsten Fütterungszeit wiederholen Sie dieses Ritual. Auch bei dieser Variante mischen Sie weniger Leckerlies ins Nassfutter und lassen entsprechend Leckerlies weg, bis sich im Napf nur noch das Nassfutter befindet. Sollte Ihr Tier hier noch etwas mäkeln, können Sie etwas zerstampftes Trockenfutter für den Übergang über das Futter streuen, das erhöht meist die Akzeptanz enorm oder eben schrittweise Leckerlie-Brösel durch Trockenfutter-Brösel ersetzen und final irgendwann weglassen.
Wenn die Methode „Leckerlie“ nicht funktioniert, bleibt nur Umstellung auf ein anderes Futter – nur noch Strategie #2 ABER! wenn Katze/Kater schon 4-5 Jahre alt sind, wenn man die Umstellung beginnt . . . dann wird’s auch da wahrscheinlich extrem schwierig

Umstellung auf Trockenfutter . . . soll’s auch geben

Viele Züchter und Katzenhalter – wie wir auch – füttern aus Überzeugung kein (!) Trockenfutter bzw. nur als Leckerchen oder „Night-Cup“. Kommt Ihr Tier aus einem solchen Haushalt und Sie möchten jedoch in Ihrem Hause Trockenfutter füttern, ist auch hier ein behutsames Vorgehen bei der Gewöhnung an das Trockenfutter ratsam. Empfehlenswert ist die Umstellung auf nur Trockenfutter nicht!
OK! – das Nassfutter stinkt immer ein Wenig, mehr als Trockenfutter und Trockenfutter ist halt saubequem. Mit einem Trockenfutterautomat – der den Chip lesen kann – kann man sogar die Futtermenge steuern . . . im Zoo oder im Kuhstall eine feine Sache . . . .
Ein Bild für’s Kopfkino als Gegenprogramm: candle light dinner beim Italiener . . . die Stimmung, der Geruch, der freundliche Kellner mit Menüvorschlag, ein 5-Gänge Menü, ein guter Rose’ dazu . . . wir lieben es verwöhnt zu werden.
Nun zur Katz’: Schrank öffen, Futternapf rausholen (sie erkennen das sofort am Geräusch, wenn man spezielles Porzellangeschirr für die Katz’ verwendet). Dose rausholen, Dose öffnen – alleine dieses Geräusch! und dann der Duft, wenn man mit der Gabel das Futter zerbatzt . . . Celebration pur! Katze/Kater lieben es verwöhnt zu werden – 1x am Tag.
Warum halten sich Leute Katze/Kater, wenn man dann nur morgens lieblos Trockenfutter in die Schale oder den Trockenfutterautomat wirft und dann: that is it for next 24h.
OK-wollen wir nicht weiter einen „fundamentalistisch“ geführten Kampf gegen Trockenfutter führen: Also, bitte stellen Sie keinesfalls einfach einen Napf Trockenfutter hin und lassen das Tier dann selbst entscheiden. Dies endet schon mal mit bösen Durchfällen oder Darmverschlüssen. Eine Darm-Invagination mit folgenschweren Operationen sind übrigens auch nicht selten. Der Darm einer Katze will softig beschäftigt werden – bei Maine Coons inzwischen speziell mehr, als bei anderen Rassen.
Fangen Sie also langsam an das Tier und vor allem seinen Verdauungstrakt an das Trockenfutter zu gewöhnen, Anfangs sollten Sie Trockenfutter nur als Leckerchen geben etwa 10 . . . 12 Brocken am Tag, mehr nicht – dies können Sie täglich um 5 Brocken steigern. Die Gewöhnung an Trockenfutter dauert relativ lange, wenn das Tier es nicht gewohnt ist diese für sie sehr unnatürliche Nahrung zu bekommen. Sie sollten sich in diesem Falle 2-3 Wochen Zeit nehmen, dass Tier daran zu gewöhnen.
UND! 2-3 Schalen mit täglich frischen Wasser in Haus/Wohnung verteilt, Wasser 2mtr. weit weg vom Futter – am besten einen Brunnen. Beispiel (der ist leicht zupflegen): Trinkbrunnen 74200 Big Max Style aus Edelstahl mit Pumpe 280 von seliger® [ Link: Trinkbrunnen-74200-Big-Style-Edelstahl ] der funktioniert am Besten mit der Pumpe (= leiser)[ Pumpe 280 von Seliger ]. 
Wenn sie Trockenfutter 1x täglich als Dauergabe hinstellen und es Katze/Kater überlassen sich „selbstständig“ zu ernähren – dann wird Katze/Kater ganz sicher nur fett und faul . . . und irgendwann auch krank. Einmal am Tag (wenigstens) den „kleinen Italiener“ zelebrieren . . . die Mieze wird’s danken.
Katzen/Katerhaltung ist ja auch ein Deal von Geben & Nehmen. Für eine – in Wohnung oder Haus gehaltene Katze, ist die Fütterung oft der absolute Höhepunkt des Tages. Das Zelebrieren der Zubereitung, der Geruch, das Hinstellen – die Belohnung also, wofür auch immer – sie lieben es. Morgens & Abends zur festen Futterzeit gibt’s konsequent: gutes Nassfutter – zwischendurch Goodies, Royal Canin 31,  7-8 Kugeln, warum auch nicht? 

Das ist der falsche Weg ! 🙂 zur Futterumstellung

Futterumstellung – Strategie #3

Das ist zweifelsfrei die erfolgreichste und für alle Beteiligten am wenigsten mit Stress verbundene Methode! Wir haben ja gelernt, daß die Kitten bereits durch die Futtergabe beim Züchter weitgehend geprägt werden.
Also? kann es nur eine Methode geben: schon beim Züchter das gewünschte Futter den Kitten verabreichen, damit das Futter in der gewohnten Umgebung erlernt wird und sich dort schon die Verdauung daran gewöhnen kann. Jetzt werden die “Schnäppchenjäger” sagen: jaaaa . . . ich sage dem Züchter, was er futtern soll, dann paßt’s ja. Fehlanzeige!
Wir haben ja gelernt, daß die Züchter 1. nicht eine oder zwei Katzen haben . . . sondern 8 . . . 9 . . . 12 . . . 15 oder mehr. Dazu kommen hinzu 2-3 Würfe mit – sagen wir mal – insgesamt 10-12 Kitten und 2. eine eigene, abgestimmte Futterlogistik. Und! 3. alle diese Miezen sind ja auf ein Futter eingestellt, das alle mögen.
Jetzt stellen wir uns mal vor, 10-12 Kittenkäufer oder auch nur fünf davon geben ihr “Lieblingsfutter” dem Züchter vor . . . no way! Weil in den meisten Fällen der Kittenkäufer und spätere Katzenhalter ja das selbe in Etwa futtern, was die Züchter verwenden und vorgeben, gibt’s ja normalerweise keine Futterumstellung oder die Notwendigkeit dazu.
Wir reden ja um die Sonderfälle . . . also Leute die entweder eine andere Vorstellung, eine eigene Philosophie vom Futter haben oder, die schon mehrere Katzen/Kater haben, die auf ein bestimmtes Futter “eingeschossen” oder umgestellt sind und mit Neuankömmlingen jetzt Futter, bzw. Futterumstellung ein Thema wird.
Wenn da jetzt 1-2 neue Kitten dazu kommen, die “normales” Katzenfutter gewöhnt sind, haben die z.B. extremen Stress, wenn die im neuen Heim auf das neue “Edelkatzenfutter” stoßen. Weil die Miezen das ganz bestimmt nicht fressen. Und wenn man den Neuen das “normale” Katzenfutter gibt, dann kann man in Tagen beobachten, wie die ganze eigene Horde Miezen, die man vorher mühsam auf “Edelkatzenfutter” umgestellt hatte, sich wie die Vandalen auf das “normale” Katzenfutter stürzen und nix ist’s mehr mit dem “Edelkatzenfutter” . . .
Wenn also jemand von vornherein ein bestimmtes Futter verabreicht und die Anschaffung von einem oder zwei neuen Kitten plant: Mit dem Züchter reden . . . und jetzt kommt der Tip des Tages: Beim Tierhandel das “Edelkatzenfutter” bestellen und an die Adresse des Züchters senden . . . . damit er damit in den letzten 4-6 Wochen vor der Abgabe die Kitten anfüttert.
Und jetzt noch ein wichtiger Tip: bitte nicht knausern . . . der Züchter wird die Wurfgeschwister von dem Kitten, für das man sich entschieden hat, nicht vom “Edelkatzenfutterplatz” jagen – die hätten da schon was Besseres zu tun. Also: Reserven einplanen. Wenn man den Züchter bittet “Edelkatzenfutter” an sein(e) Kitten zu füttern, damit man später selber keinen Stress hat, dann ist das ein Entgegenkommen – kein geldwerter Vorteil. Eine Bevorzugte Behandlung des eigenen Kitten hat da gewisse Grenzen. Das fängt schon damit an, daß der Züchter nicht die großen 800g Dosen aufmachen kann und in den großen Teller für alle kippt, sondern, daß er für seine “Edelkatzenfutterkitten” extra die 55g Tüten oder 100g oder im besten Fall die 200g Dosen “aufpfrimeln” muß . . . extra Teller, extra Futterplatz, extra abspülen . . . Ein Kitten aus einer ordentlichen Zucht kostet 750 Euro aufwärts (Liebhaber Kitten – wohlgemerkt), 950 Euro . . . 1.200 Euro auch nicht selten. Bei Zuchtkatzen 1.500 Euro bis 2.500 Euro auch nicht selten.
Da kann ein Packer’l Leonardo, MAC’S, Carny Animonda oder GRAU Schlemmertöpfchen oder was auch immer, so in der Größenordnung 100 Euro (Zooplus z.B.) mit Sicherheit kein Thema sein. Wie gesagt: das ist ein Entgegenkommen, kein geldwerter Vorteil. Das/die neuen Kitten werden also nicht 100 Euro teurer, wenn man sein Wunschfutter beistellt – man übernimmt halt schon etwas früher Verantwortung. Wenn man später versucht selber umzustellen, wird’s 3x so teuer – garantiert! Ich hab’s hinter mir . . . . Futterumstellung – Strategie #3 war definitiv die billigste Methode von allem (!)
Reich wird ein Züchter bei so einem Deal ganz sicher nicht, Edelkatzenzucht ist ein teures Hobby. Reich würde er, wenn er nicht züchten würde, 3x im Jahr in Urlaub fliegen würde und sich vom Rest ein paar Katzer’l beim Züchter kaufen würde 😛