[ Ostern – Lilien – tote Katzen! ]

An der Stelle poste ich mal einen Blog von Ralph Rückert (TIerarzt). Das soll jetzt ganz sicher keine Reklame sein – ich lese aber, offen gesagt ganz gerne seine Blog’s, weil sie so schön straight geschrieben sind. Link: http://www.tierarzt-rueckert.de Jetzt zum Blog und einem ernsten Thema, veröffentlicht im FaceBook: Da aber nicht jeder im FB ist, hier die Original Kopie (mit Quellenangaben)
Eine einfache Kausalkette: Ostern – Lilien – tote Katzen!
Es ist mal wieder Ostern und mal wieder füllen sich die Wohnzimmer mit prächtigem Blumenschmuck. Besonders beliebt um diese Jahreszeit sind Lilien. Viele altgediente Tierhalter wissen natürlich um die enorme Gefährlichkeit der meisten Lilienarten für Katzen (und weniger häufig auch für Hunde), aber für Unerfahrene sei es mal wieder erwähnt:
Alle (wirklich alle!) Pflanzenteile von Lilien sind speziell für Katzen nicht nur ein bisschen, sondern extrem giftig. Es reicht Körperkontakt mit Blütenstaub und anschließendes Ablecken der Pollen, um schwere Vergiftungserscheinungen auszulösen! Auch die Aufnahme von Blumenwasser oder Blumenerde ist brandgefährlich, vom Verschlucken von Pflanzenteilen ganz zu schweigen.
Meistens kommt es durch Liliensträuße oder Topfpflanzen in den Wohnräumen zur Vergiftung von Katzen. Freiläufer können sich natürlich auch durch Kontakt zu Gartenlilien vergiften, was aber deutlich weniger häufig ist.
Erste Anzeichen einer Lilienvergiftung können Erbrechen (gut!), Speicheln, Appetitlosigkeit und Lethargie sein. Die Giftwirkung bezieht sich in erster Linie auf die Nieren, die so irreparabel geschädigt werden können, dass die Katze stirbt bzw. euthanasiert werden muss. Die Behandlung durch den Tierarzt besteht aus der Dekontamination, also der Entfernung von Pflanzenteilen von und aus der Katze durch Abwischen des Fells, erzwungenes Erbrechen oder Magenendoskopie, und daran anschließend einer (oft tagelangen) drastischen Infusionstherapie unter stationären Bedingungen.
Selbst bei schneller Erkennung und Therapieeinleitung ist die Prognose meist zweifelhaft.
Fazit: In einem Katzenhaushalt haben Lilien absolut nichts zu suchen!
Die Bilder zeigen beispielhaft zwei beliebte und sehr gefährliche Lilienarten, die Osterlilie (Lilium longiflorum) und die Orientalische “Stargazer” Lilie (Lilium orientalis).
Bleiben Sie uns gewogen, bis bald, Ihr
Ralph Rückert
Link: Liste, der für Katzen giftigen Pflanzen 
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